Gläser und Geschirr lassen sich beim Umzug am sichersten transportieren, wenn jedes Teil einzeln gepolstert, Hohlräume im Karton vollständig ausgefüllt und schwere Stücke unten platziert werden. Teller sollten idealerweise hochkant gestellt, Gläser entweder in Einsatzkartons oder streng getrennt mit ausreichend Zwischenpolster gepackt werden. Entscheidend sind stabile Kartons, konsequentes Ausstopfen und ein sinnvolles Kartongewicht, damit beim Tragen nichts kippt oder bricht.
Gläser und Geschirr für den Umzug verpacken: Das sollten Sie wissen
Bevor Sie mit dem Packen beginnen: Wussten Sie, dass wir als Umzugsfirma kostenlose Besichtigungen anbieten? So kalkulieren wir Ihren Umzug präzise vorab. Lesen Sie hier unsere Tipps zur Organisation oder nutzen Sie direkt unsere Experten-Beratung für Wien und Umgebung.
Umziehen ohne Scherben: Die besten Tipps zum sicheren Verpacken von Gläsern und Geschirr
Die Küche ist beim Packen meist die letzte Baustelle – und genau deshalb passieren dort die meisten Brüche. Gläser, Porzellan, Schüsseln und Tassen verzeihen keine Hektik. Mit dem richtigen Material und einer klaren Packlogik können Sie Schäden fast vollständig vermeiden – und sparen beim Auspacken richtig Zeit.
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1. Geeignetes Verpackungsmaterial und Füllmaterial
Ohne gutes Material wird selbst die beste Technik riskant. Für Kücheninventar gilt: stabiler Karton + Polster + kein Spielraum im Karton.
Material-Checkliste (Profi-Standard)
| Material | Wofür es ideal ist | Tipp |
| Stabile Umzugskartons | Teller, Schüsseln, Tassen | lieber kleinere Kartons, damit’s nicht zu schwer wird |
| Gläserkartons mit Einsatz | Weingläser, Sektgläser, Trinkgläser | Einsätze verhindern Kontakt & Verrutschen |
| Seiden-/Packpapier | Glas, Porzellan, Besteck | sauber, ohne Farbabrieb |
| Luftpolsterfolie | besonders empfindliche Teile | gezielt für Stiele, Kanten, Deckel |
| Wellpappe/Zwischenlagen | Tellerpakete, Lagen trennen | als „Pufferplatte“ zwischen Reihen |
| Füllmaterial (Papier/Textilien) | Hohlräume ausstopfen | Hohlräume sind Bruchursache Nr. 1 |
| Klebeband (stark) | Kartonboden sichern | „H“-Tape am Boden lohnt sich |
Wenn Sie Kartons & Material in passender Qualität möchten: Umzugskartons & Verpackungsmaterial.
2. Geschirr richtig verpacken – Schritt für Schritt
Die Grundregel: So packen, wie es stabil steht – und im Karton darf nichts klappern.
Schritt 1: Karton vorbereiten
- Boden mit zerknülltem Papier oder Textilien auspolstern
- Kartonboden zusätzlich stark verkleben (Boden reißt sonst gern bei Gewicht)
Schritt 2: Jedes Teil einzeln einwickeln
- Porzellan/Glas: 2–3 Lagen Packpapier oder Luftpolsterfolie
- Zeitung nur als Notlösung (Farbabrieb möglich)
Schritt 3: Schweres nach unten, Leichtes nach oben
- unten: Teller, Schüsseln, Töpfe (gut gepolstert)
- oben: Gläser, leichte Schalen, Kunststoff
Schritt 4: Hohlräume konsequent ausstopfen
- seitlich und zwischen Teilen ausfüllen
- Ziel: kein Bewegungsspielraum
Schritt 5: Lagen trennen
- jede Lage mit Papier/Wellpappe/Textilien abdecken
- verhindert Druckpunkte und Reibung
Schritt 6: Beschriften (richtig!)
- „Zerbrechlich“ + „Diese Seite oben“ + „Küche“
- optional: Priorität 1 (damit es beim Auspacken schnell geht)
Mehr Grundregeln fürs Packen (auch fürs restliche Zuhause): Umzugskisten richtig packen.
3. Gläser für Umzug verpacken
Gläser brechen selten „einfach so“ – sie brechen durch Kontakt, Druckpunkte oder Bewegung.
So klappt’s sicher:
- jedes Glas einzeln einwickeln (2–3 Lagen)
- Innenraum polstern (Papier locker hinein)
- im Karton trennen + ausstopfen
Gläserkarton mit Einsatz (am einfachsten)
- Gläser stehen einzeln in Fächern
- zusätzlich Papier um jedes Glas erhöht den Schutz
- Zwischenräume oben im Karton ausfüllen, damit nichts „arbeitet“
Ohne Einsatzkarton (geht auch – aber strenger)
- Gläser nicht direkt nebeneinander
- Zwischenräume mit Papier/Wellpappe trennen
- Karton nicht zu hoch stapeln und nicht überfüllen
Sonderfall: Wein- & Sektgläser
- Stiel ist die Schwachstelle
- Stielübergang extra mit Luftpolsterfolie schützen
- im Karton so platzieren, dass kein seitlicher Druck entsteht
4. Teller verpacken: Hochkant statt stapeln
Teller halten vertikal deutlich besser, weil Druck nicht flächig von oben wirkt.
Empfehlung: Teller „wie Schallplatten“ stellen
- Teller einzeln einwickeln oder als 3–4er „Tellerpaket“ mit Zwischenpapier
- dann hochkant in den Karton stellen
- seitlich komplett ausstopfen, damit nichts kippt
Mini-Regel: Wenn der Karton geschüttelt wird und etwas „tickt“ → nachpolstern.
5. Schüsseln und Tassen richtig einpacken
Schüsseln
- einzeln einwickeln
- umgedreht (Öffnung nach unten) platzieren
- Innenraum (Mulde) und Zwischenräume ausstopfen
Tassen
- Henkel extra polstern
- nicht an die Kartonwand pressen
- Zwischenlagen nutzen, damit Henkel keinen Druck abbekommen


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6. Häufige Fehler beim Küchenpacken
Diese Fehler verursachen die meisten Brüche:
- Karton zu schwer (Boden reißt, Träger kippt)
- Hohlräume bleiben frei (Gläser schlagen aneinander)
- Teller liegend gestapelt (Druck von oben)
- „Schnell schnell“ ohne Zwischenlagen
- Mischkartons (schwer + zerbrechlich ohne System)
Wenn doch etwas kaputtgeht oder Sie wissen möchten, wie Haftung geregelt ist: Schäden beim Umzug – wer haftet?.
7. Zusätzliche Tipps für einen stressfreien Umzug
Die 7 Profi-Tipps, die wirklich wirken:
- Küchenkartons klein halten (lieber mehr Kartons, weniger Gewicht)
- „Erste-Küche“-Box packen: 2 Gläser, 2 Teller, Besteck, Spüli, Schwamm, Küchenrolle
- Schneidebretter & Pfannendeckel als „Pufferplatten“ zwischen Lagen nutzen
- Kartonboden doppelt sichern (Tape + Bodenpolster)
- Zerbrechliches nie in den Kofferraum „stopfen“ – lieber sauber im Karton
- Transportabsicherung prüfen bei hochwertigen Sets: Transportversicherung beim Umzug
- Rückenschonend tragen: Für Hebe- und Tragetechnik gibt’s gute Tipps von der AUVA:
https://auva.at/praevention/medien-und-publikationen/publikationen-us/m-025-heben-und-tragen-schieben-und-ziehen/
8. FAQ
Soll ich Zeitungspapier verwenden?
Fürs Einwickeln eher nicht (Farbabrieb möglich). Für Hohlräume ist Papier ok – besser Packpapier.
Gläser kopfüber oder aufrecht?
Mit Einsatzkarton ist die Orientierung weniger entscheidend als die Fixierung. Ohne Einsatzkarton zählt: stabil stellen, trennen, ausstopfen.
Wie erkenne ich, ob ein Karton sicher gepackt ist?
Wenn beim vorsichtigen Schütteln nichts klappert und die Teile nicht nachgeben, ist es gut.
Was ist besser: viele kleine Kartons oder wenige große?
Bei Geschirr fast immer: mehr kleinere, damit Gewicht und Bodendruck nicht zu hoch werden.
9. Fazit
Mit stabilem Karton, konsequentem Auspolstern und der richtigen Packlogik (Teller hochkant, Gläser getrennt, Hohlräume füllen) lassen sich die meisten Brüche vermeiden. Entscheidend ist nicht „viel Material“, sondern kein Spielraum im Karton – dann kommt Ihr Kücheninventar in der neuen Wohnung so an, wie es eingepackt wurde: ohne Scherben.
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